Dieses Cello von Aldo Capelli entstand 1974 in Cervia und befindet sich in einem außergewöhnlich schönen, nahezu neuwertigen Erhaltungszustand. Das Instrument ist ein besonders attraktives Beispiel der italienischen Geigenbaukunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Optisch besticht das Cello durch seine sehr sorgfältige Ausführung, den intensiv geflammten zweiteiligen Ahornboden und die ebenso schön gezeichneten Zargen. Der warme goldgelbe bis bernsteinfarbene Lack bringt die Struktur des Holzes besonders wirkungsvoll zur Geltung und verleiht dem Instrument ein ausgesprochen elegantes und geschlossenes Erscheinungsbild.
Auch klanglich besitzt das Cello eine starke Persönlichkeit. Der Ton ist dunkel, kraftvoll und voll, mit einem besonders ausgeprägten und tragfähigen Bassfundament. Die tiefen Register besitzen viel Substanz und Wärme, während der Klang insgesamt klar und präsent bleibt. Das Instrument reagiert angenehm direkt und vermittelt dem Spieler ein sicheres, unkompliziertes Spielgefühl.
Von besonderem Interesse ist die sehr gute Dokumentation des Cellos. Es wird vom originalen Zertifikat Aldo Capellis aus dem Jahr 1974 begleitet. Darüber hinaus ist das Instrument mit Abbildungen in Leonardo Cellas Standardwerk „Liuteria Romagnola“ dokumentiert, wodurch seine Bedeutung innerhalb des modernen italienischen Geigenbaus zusätzlich unterstrichen wird.
Durch die Kombination aus hervorragendem Erhaltungszustand, originaler Dokumentation, attraktiver Optik und seinem kraftvollen, dunklen Klang ist dieses Cello gleichermaßen für anspruchsvolle Musiker wie für Sammler italienischer Instrumente interessant.
Ein außergewöhnlich gut erhaltenes und vollständig dokumentiertes Cello mit eigenständigem Charakter, starker klanglicher Substanz und besonderem Sammlerwert.