Neuzugänge · Restaurierungsjournal
Thomas Urquhart – eine Bratsche aus dem London des 17. Jahrhunderts
Mitte des 17. Jahrhunderts gebaut und mit einer Korpuslänge von 41,3 cm: Diese Verbindung von Alter und Format macht die Bratsche besonders interessant. Wir stellen sie hier vor Beginn ihrer umfassenden Restaurierung vor.
Über den Geigenbauer
Thomas Urquhart
Thomas Urquhart gehört zu den frühen Geigenbauern Londons im 17. Jahrhundert. Der Experte Benjamin Hebbert beschreibt erhaltene Instrumente mit Originalzetteln von 1663 und 1665; die Zettel weisen auf eine Tätigkeit in Westminster hin. Seine heute seltenen Geigen verbinden eigenständige Umrisse und charakteristische Schalllöcher mit einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit den Instrumenten der Amati-Familie aus Cremona. Ingles & Hayday heben zudem bautechnische Parallelen zur frühen flämischen und niederländischen Tradition hervor. Besonders aufschlussreich ist die Befestigung der Zargen in einer Nut des Bodens. Urquharts Werk eröffnet damit einen Blick auf die unterschiedlichen europäischen Einflüsse, die den frühen englischen Geigenbau prägten.
01
Was geplant ist
Geplant ist eine umfassende Restaurierung einschließlich der Versorgung der Deckenrisse und einer neuen Einrichtung. Die Arbeiten sollen den historischen Charakter des Instruments bewahren. Weitere Einblicke folgen im Verlauf der Restaurierung.
02
Ein erster Klangeindruck
Schon im jetzigen Zustand lässt die Aufnahme einen feinen, farbenreichen Klang und ein lebendiges Obertonspektrum erahnen. Sie ist ein erster Klangeindruck vor der Restaurierung; wie sich das Instrument nach den Arbeiten entwickelt, bleibt abzuwarten.
Patera Violins
Klang & Instrument im Film
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