Diese außergewöhnliche Bratsche von Nicolas Jomier, entstanden in Mirecourt um 1750, ist ein besonders reizvolles Beispiel französischer Geigenbaukunst des 18. Jahrhunderts. Jomier gehörte zu einer in Mirecourt tätigen Geigenbauerfamilie und ist dort bereits in der Mitte des 18. Jahrhunderts als Geigenbauer dokumentiert.
Schon optisch besitzt das Instrument eine starke und unverwechselbare Persönlichkeit. Der warme goldbraune bis orangebraune Lack und die über mehr als zweieinhalb Jahrhunderte natürlich entstandene Patina verleihen der Bratsche eine eindrucksvolle historische Ausstrahlung. Besonders bemerkenswert ist ihr für dieses hohe Alter außergewöhnlich guter Erhaltungszustand.
Eine der großen Besonderheiten des Instruments ist seine Korpuslänge von 41,3 cm. Für eine Bratsche aus der Mitte des 18. Jahrhunderts ist eine derart ausgewogene und heute hervorragend spielbare Größe ausgesprochen selten. Sie verbindet historische Substanz mit Proportionen, die auch für heutige Musiker sehr attraktiv sind.
Klanglich überzeugt die Bratsche mit einem kräftigen, substanzreichen und qualitativ sehr hochwertigen Ton. Sie besitzt die gewünschte Tiefe und Wärme einer guten historischen Viola, gleichzeitig aber genügend Kraft und Präsenz, um sich klar durchzusetzen. Der Klang wirkt voll, farbenreich und charaktervoll, ohne schwer oder träge zu werden.
Besonders schön ist die Verbindung aus Klangqualität, Volumen und guter Ansprache. Das Instrument reagiert unmittelbar auf den Spieler und bietet einen tragfähigen, reifen Ton mit jener natürlichen Persönlichkeit, die man bei einer guten Bratsche dieses Alters sucht.
Die Kombination aus ihrer Entstehungszeit um 1750, der nahezu idealen Korpuslänge von 41,3 cm, dem bemerkenswerten Erhaltungszustand und ihrem kräftigen, hochwertigen Klang macht diese Bratsche zu einem besonderen Instrument für anspruchsvolle Musiker und Liebhaber historischer französischer Streichinstrumente.